Herter Siefried

Unsere 2 Zuchthündinnen

Fabia und Goldie

Fabia vom Linteler Forst und Goldie vom Burgstall mit den grossen Pfoten ihrer Oma Zelda.

Von Donnas vorletzten Wurf haben wir die Goldie behalten. Sie wurde auf den ersten jagdlichen Prüfungen geführt. Sie war schon auf etlichen Drückjagden im Einsatz und hat sich bisher sehr gut gemacht. Auf Schweiss läuft sie vielversprechend. Bei der Landessiegerzuchtschau hat sie ein gut bekommen. Sie lief wie auf Eiern, da sich bei ihr, mit den Welpen der Donna ein Gesäuge gebildet hat. Fast wäre noch Milch eingeschossen. Marina war auf einer normalen Zuchtschau mit der Goldie. Da hat sie auch nur ein gut bekommen, der Zuchrichterin war sie zu dick. Goldie ist ein kräftiger Dackel und kein Teckelchen. Ohne Prüfungen genügt ein "gut" nicht für die Zucht. Des weiteren haben wir einen kleinen Welpen aus dem bekannten Zwinger "vom Linteler Forst FCI", natürlich mit Brackenstern, zur Blutauffrischung dazu gekauft. Wenn alles gut geht, müssten wir noch eine Paarung mit unserem Danny hinbekommen. Goldie war mit ihrer Schwester Gretel bei der Spurlautprüfung. Beide haben die maximale Punktezahl erreicht. Die 11 Monate alte Fabia hatte ich auch mit. Sie hat einen ordenlichen zweiten Preis mit dem Prädikat Jugend geschafft. Zwei weitere Hunde haben auch einen zweiten Preis geschafft. Ein sehr junger Hund ist leider durchgefallen. Mit der Fabia habe ich nach der Prüfung 2 Hasen geübt. Inzwischen würde sie auch einen ersten Preis schaffen. Die Prüfung mache ich nochmal, wenn der Hund erwachsen ist.

Da ich bei der Spurlautprüfung mit der Goldie gleich den Wassertest mit gemacht habe, ist die Goldie zur Zucht geeignet. Ich hoffe, dass ich im Lauf des Jahres noch die "Jagdgebrauchszucht" hinbekomme. So steht einem Wurf 2018 nichts mehr im Wege. Die Goldie ist wie ihr Onkel ein Spätzünder, sie hat lange von der Jagd nichts wissen wollen, dafür bekommt sie jetzt nicht genug. Vielleicht sollte ich nochmal auf eine Zuchtschau mit ihr gehnen, da sie inzwischen ihren Babyspeck verloren hat. Für mich hat sie für einen Jagddackel die richtige Größe, mit kuzer harscher Jacke und schönem Bart. Über Geschmack läßt es sich ja bekanntlich gut streiten. Mit der Fabia war ich noch auf keiner Zuchtschau, da erst jetzt der Bart wächst. Die Fabia war auch schon auf ein paar Drückjagden mit. Sie Jagd mit der Goldie zusammen.

Schwarzwild Prüfung

Einen Übungstag im Gatter kann ich jedem Stöberhund empfehlen. Wo kann man seinen Hund schon direkt an Sauen beobachten? Wenn eine sehr gute Arbeit geleistet wurde, würde ich direkt zur Prüfung gehen. Das Interesse an den Gattersauen läßt schnell nach

Herter Siefried
Gretel erfolgreich bei der ESW

Gretel und Fabia erfolgreich bei der ESW

Mit der Goldie und der Fabia war ich zur ESW (Eignungsprüfung auf Schwarzwild) im Schwarzwildgatter. Die Goldie hat die Sauen ignoriert und hat somit die Prüfung zurecht nicht bestanden. Ihre Schwester Gretel hat das besser gemacht. Als ich das 2. mal beim Üben war hatte sie schon ein wenig die Lust verloren und der Gattermeister riet mir zum Abbruch. Ich denke im Gatter fehlt einfach der Jagderfolg. Die Hunde können sehr gut zwischen Gatter und Jagd unterscheiden. Die Fabia war noch auf keinen Drückjagden und somit unbedarft. Bei allen Übungseinheiten und der Prüfung hat sie eine sehr gute Arbeit abgeliefert. Sie hat die Bachen gesprengt. Die kleine Fabia zwischen den Bachen auf Jagd durch das Gatter war ein sehr schöner Anblick. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass während der Prüfung das Intersse, bei der Fabia, an den Sauen nachgelassen hat. Sie war aber Gruppenbester. Damwild, Schafe oder Geißen im Gehege müssen sie ja auch ignorieren. Von 10 Hunden haben 4 die Prüfung nicht bestanden. Das entspricht der Quote der letzten Jahre.

Baueignungsbewertung BhFk/95

Goldie und Fabia sind die Dackel Nummer 6 und 7 welche ich auf der Bauprüfung geführt habe.

Herter Siefried
Erfolgreiche Teckel bei der Kunstbauprüfung

Goldie und Fabia zusammen mit erfolgreichen Prüfungsteilnehmern.

Von 5 erschienen Hunden haben alle die Prüfung bestanden. Bei Üben hat sich schnell heraus gestellt, bei welchen Hunden es sich lohnt an der Prüfung teilzunehmen. An den Übungstagen haben wir die Schwester von der Fabia kennen gelernt. Das Finchen sieht der Fabia überhaupt nicht ähnlich. Fabia kommt nach der Mutter und Finchen nach dem Vater. Beides sind etwas leichtere Hunde.

Zuchtschau Sektion Oberschwaben

Goldie bekommt ein sehr gut

Herter Siefried

Die Goldie hat ein SG bekommen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Sie ist kein "v" Hund. Leicht ansteigende Rückenlinie und zu tief angesetzte Rute urteilte der sehr kompetente Zuchtrichter. Mit der Fabia konnte ich leider nicht teilnehmen. Sie ist Ende Januar bei der Drückjagd einen Felsen hinuter gestürtzt. Sie hatte schwere innere Verletzungen und war 2 Wochen stationär in der Tierklinik. Ohne GPS Sender wäre sie gestorben. Von der Hinterhandlähmung hat sie sich immer noch nicht ganz erholt. Ihr Gang ist immer noch wackelig.

Bauhund Natur Fuchs

Goldie hat Bauhund Natur Prüfung bestanden!

Herter Siefried

Eigentlich wollten wir die Fabia und noch 2 weitere Hunde prüfen. Die Füchse waren aber nicht zu Hause. Fast 20 Kunstbaue und Rohre haben wir in 5 Revieren geprüft. Lediglich ein Rohr mit knapp 100 Meter wahr befahren. Goldie hat beide Füchse gesprengt. Beide Füchse wurden auch erlegt. Die beiden Richter konnten das Leistungszeichen BhN(F) direkt vergeben. Die Goldie gibt jetzt das Gütesiegel aus Jagdgebrauchszucht weiter.

Zuchzulassung Fabia

Fabia hat trotz Verletzung ein sg bekommen!

Herter Siefried

Fabia hat sich von ihrer schweren Verletzung erholt, zieht den Fuß aber immer noch nach. Jagdlich ist sie voll einsatzfähig. Leider hat sie auch nach 2 Stunden genug Kondition um noch stundenlang Fährten auszuarbeiten. Nach Ende der Drückjagd ist sie fast nie da. Bei der Zuchtschau hat sie ein sehr gut bekommen. Vor ihrer Verletzung hätte sie sicher ein v bekommen. Wenn jetzt der Arzt noch sein OK gibt ist sie zur Zucht einsatzfähig. Wenn wir noch Schnee bekommen würde ich mit ihr gerne noch die Naturbauprüfung machen.

Fabia hat die Bau Natur Prüfung bestanden

Fabia gibt jetzt auch das Leistungszeichen aus Jagdgebrauchsteckelzucht weiter!

Herter Siefried
BhN/F

Natur bedeutet Jagd! Die Jagd im Naturbau ist in BaWü verboten. Die Prüfung muss also im Kunstbau oder Drainagerohren durchgeführt werden. Wegedurchlässe sind nicht zulässig.

Fabia ist läufig und es fehlt noch das BhN Leistungszeichen damit ihre geplanten Nachkommen den Stempel aus „Jagdgebrauchsteckelzucht“ bekommen. Beim letzten Anlauf 2019 steckten in über 20 Kunstbauten und Dohlen nur einmal 2 Füchse, welche die Goldie gearbeitet hat. Die letzten 2 Jahre konnte ich die Prüfung nicht durchführen, da ich trockenes Wetter benötige, weil sonst Wasser in den Dohlen läuft. Die Januare 2020 und 2021 waren einfach zu nass.

Im Schnee war deutlich zu erkennen, dass die Fuchsrüden noch den Fähen folgen. Ausgehende Ranz, ideal für die Baujagd. Ein paar Dohlen hatte ich am Freitag kontrolliert. Die Chancen standen gut, dass wir einen Fuchs für die Prüfung am Sonntag finden. Ein kurzer Anruf bei Stephan Fauser und der erste Richter war organisiert. Stephan schlug noch einen zweiten Hund für die Prüfung vor. Da der Hund aus dem Zwinger von Gabi Niess stammt, konnte sie nicht den 2. Richter machen. Stephan organisierte vom Parson Russell Terrier Club Deutschland Tomas Oreskovic als 2. Richter. Somit kann das Leitungszeichen BhN direkt von den Richtern vergeben werden. Hans Dreher mit jahrzehntelanger Baujagderfahrung wurde als Zeuge von mir engagiert. Hans ist zwar Gebrauchsrichter, aber leider ohne die Fachgruppe Bau.

Am Sonntag den 23.2 9:00 Treffpunkt bei mir. Der Schnee ist weg. Hoffentlich sind die Röhren trocken! Ohne uns lange aufzuhalten fahren wir zum Schwimmbad. Das Drainagerohr hat nach ca. 80 – 100 m ein Gitter. Das wird abgenommen und dann zum Absperren in den Schacht gesteckt. Wenn ein Fuchs kommt, muss er aus dem Schacht springen. Schon bei der Ankunft ist klar: „Bei dem Geruch, der Fuchs steckt.“ Fabia geschnallt, und sofort gibt sie laut. Der Laut wird leiser. Der Hund drückt den Fuchs in die Röhre weiter hinein. Es geht nicht mehr weiter. „Ob wohl 2 Füchse stecken?“ Nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit. Die Minuten vergehen. Gut 15 Minuten sind um. Die Attacke von Fabia ist deutlich zu hören. Schüsse, ob der Fuchs wohl liegt? Fabia tapst die Röhre zurück. Sie kann nicht aus dem Schacht springen. Als sie aus dem Loch schlüpft schweißt (blutet) sie am Fang und Auge. Der Fuchs hat also zurückgebissen. Den Hund geschnappt zu unserer Krankenschwester Rosi Heim gefahren, die den Hund gleich verarztet. Gott sei Dank nichts zum Nähen und keine schweren Verletzungen. Bis heute Abend wird sie wie Muhammed Ali nach seinem Kampf gegen George Foreman aussehen. Zur Vorsorge bekommt sie heute Abend Antibiotika. Wenn man mit 3 Dackeln zur Jagd geht, hat man eine Hausapotheke wie bei kleinen Kindern. Trotzdem wird am Montag der Hund beim Tierarzt vorgestellt.

Für die Amsel von Florian Bollinger gilt es einen Fuchs zu finden. Die anderen Jäger warten auf mich am Kunstbau. Der Fuchs von der Fabia ist zwischenzeitlich im Kofferraum von Hansjörg Forstner verstaut worden. Die Amsel nimmt den Bau nicht an! Mit der Flora vom Burgstall wird kontrolliert ob wirklich der Fuchs nicht steckt. Der erfahrene Hund bestätigt das Verhalten der Amsel. Nächste Station ist wieder ein langes Drainagerohr. Hier liegen 2 Rohre parallel. Eines mündet im Graben, das andere in einem Regen Rückhaltebecken auf der anderen Seite vom Weg. Der Hund nimmt das rechte Rohr Richtung Graben. Verhaltenes Bellen. „Ein Dachs?“. Das Bellen wird aggressiver. Die Zeit verrinnt. Plötzlich flüchtet der Fuchs quer über den Weg. Die Richter können nicht schießen. Er nimmt Deckung in ein paar Büschen. Der Fuchs kommt bei mir. Ein Schuss, vorbei. Noch ein Schuss von mir. Wieder kein Treffer. Hansjörg Forstner und Hans Dreher können es besser. Der Fuchs liegt bevor er in das Rohr im Rückhaltebecken wieder einschliefen kann. Es ist ein kapitaler Fuchsrüde. Die Amsel ist jetzt Gebrauchssieger. Herzlichen Glückwunsch!

Es ist 10:30 Uhr und beide Hunde haben die Prüfung mit Bravour bestanden. Wir haben noch Zeit also versuchen wir noch unser Glück an dem Rohr in Hailtingen wo „immer“ der Fuchs steckt. Doch dieses Mal ist keiner zu Hause. So ist die Jagd. Schlecht vorhersehbar, deshalb so spannend! Wir beschließen die Jagd zu beenden und ein Erinnerungsfoto zu schießen. Fabias Fuchs wird aus dem Kofferraum geholt. Ich staune nicht schlecht. So einen starken Rüden habe ich noch nie gesehen. Der alte Haudegen hat die Fangzähne schon ein Stück abgewetzt, die Prämolaren fehlen. Was für eine Leistung von der 8,3 kg leichten Fabia, einen so erfahrenen Fuchs zum Springen zu bewegen. Naja, ich vergesse gerne, dass Fabia auch kein Jungspund mehr ist.

Danken möchte ich meinen Jagdfreunden, Hansjörg Forstner, Daniel Lindner, Hans Dreher und Hermann Schefold für die Bereitstellung ihrer Jagdreviere. Meinen herzlichen Dank gilt unserem ehemaligen Gebrauchsobmann Stephan Fauser, der als Richter bei vielen Prüfungen zur Verfügung steht. Er macht dies obwohl er schon viele Jahre selber keinen Dackel mehr führt. Danke möchte ich auch dem Parson Richter Tomas Oreskovic. Hans Dreher gilt mein besonderer Dank. Selbst nach so langer Zeit ist er noch mein Mentor, wenn es um die Jagd mit dem Dackel geht. Vor gut 20 Jahren habe ich meinen ersten Dackel, Zelda vom Bussenblick, bei Ihm gekauft. Zum Schluss möchte ich Wolfang Karrer von den Jagdterrier Leuten danken, der uns in seiner Kunstbauanlage üben und prüfen lässt. Denn nur mit bestandener Kunstbauprüfung darf die Naturbauprüfung durchgeführt werden.